Konzepte zur individuellen Förderung

Förderdiagnostik

Ziel der Förderdiagnostik unserer Schule ist es, die Stärken und Schwächen unserer Schülerinnen und Schüler zu erkennen, um Ansatzpunkte für unsere tägliche Arbeit mit ihnen zu finden. Dabei bemühen wir uns Schülern anhand eines individuellen Förderplans entsprechend ihres Förderbedarfs und Leistungsstandes angemessenes Material und genügend Übungs- und Fördermöglichkeiten anzubieten. Darüber hinaus bietet die vom Lehrerteam erstellte Übersicht des Förderplans den Eltern und zum Teil den Schülern selbst die Möglichkeit, sich über die kurz- und mittelfristigen Ziele des Einzelnen zu informieren, Fortschritte festzuhalten und den Entwicklungsprozess auch langfristig zu beobachten.

Des Weiteren nutzen wir förderdiagnostische Materialien zur schulinternen Beratung.

Eine förderdiagnostische Phase durchlaufen die Schüler zu Beginn der Jahrgangsstufe 5. Sie ermöglicht uns den Entwicklungsstand zu ermitteln. Auf diese Weise werden die Aussagen der Grundschulen und im Einzelfall auch des AOSFs überprüft und erweitert. Das Lehrerteam hat die Möglichkeit im Rahmen der Förderdiagnostik offene Fragen zu klären und eigene Beobachtungen bestätigen zu lassen. Dies ist eine zusätzliche Hilfe, wenn es darum geht neben dem individuellen Bedarf, auch die Zusammensetzung von Fördergruppen zu planen.  

 

Die Förderdiagnostik der Christine-Koch-Hauptschule ist folglich:

-          situationsbezogen, d.h. sie erfolgt innerhalb der Schule und hat deshalb vor allem die konkreten Situationen und Inhalte des Schulalltages im Blick, in denen Schüler handeln und lernen.

-          prozessorientiert, d.h. eine Diagnose ist nie ganz abgeschlossen, befindet sich immer wieder in einem Prozess, genauso wie Lernen ein Prozess ist.

-          hypothesengeleitet, d.h. sie orientiert sich an Entwicklungs-, Wissens- und/oder Wirkungsmodellen, geht von einem sich verändern und nicht feststehenden Entwicklungsprozess des Schülers aus.

-          dialogisch, d.h. geschieht in Absprache und im Austausch mit allen Beteiligten (Lehrern, Schülern, Eltern, Kooperationspartnern).

-          transparent, d.h. Ziel und Vorgehen sind nachvollziehbar und werden bei Bedarf bekannt gemacht. Die Ergebnisse der Überprüfung sind dokumentiert und fließen in die Förderplanarbeit ein.

  

Förderdiagnostik zu Beginn der Jahrgangsstufe 5

 

Im Rahmen der Förderdiagnostik werden Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Jahrgangsstufe 5 in den vom Lehrerteam gewünschten Bereichen schulintern überprüft, um die Festlegung der Förderziele in einem individuellen Förderplan zu optimieren.

Nach einer Eingewöhnungszeit der Schüler, in der das Lehrerteam die Möglichkeit hat, eigene Beobachtungen mit den Aussagen der Grundschule zu vergleichen, wird zunächst eine Diagnose (siehe Förderkonzepte der jeweiligen Fächer) in den Fächern Mathematik und Deutsch mit allen Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Am Ende des ersten Halbjahres der Klasse 5 wird der Test in Englisch durchgeführt.

Entsprechend der Auswertung des Diagnosetests werden dann gemeinsam mit den entsprechenden Arbeitsgruppen sinnvolle Untersuchungsaufgaben ausgewählt. Diese bearbeitet der Schüler je nach Aufgabenstellung:

-       individuell im Rahmen des Förderunterrichts (2 Stunden pro Woche)

-       in einer Kleingruppe, im Verstärkungsunterricht

-       im Klassenunterricht (z.B. spezielle Arbeitsblätter im Wochenplan)

Die Organisation der Überprüfungsphase erfolgt in Absprache der beteiligten Lehrer.

Zunächst wertet der betreffende Fachlehrer/Klassenlehrer die Ergebnisse aus und erstellt eine Übersicht über die Auswertung. Die Ergebnisse der förderdiagnostischen Arbeit erhält dann der Fachlehrer/Klassenlehrer, der sie in den individuellen Förderplan einarbeitet.

Bei Bedarf steht das Material der Förderdiagnostik auch zur Überprüfung des Leistungsstandes von Schülern bereit, die höhere Klassen der Christine-Koch-Hauptschule besuchen. Im Weiteren erhalten die Schüler nach Auswertungen von Klassenarbeiten ihrem Entwicklungsstand entsprechendes Fördermaterial (für alle Jahrgangsstufen).

Auf Grundlage der Förderdiagnostikergebnisse werden anschließend Fördergruppen gebildet, in denen Förderung in Kleingruppen - unter anderem auch durch Kooperationspartner - in Anlehnung an den individuellen Förderplan erfolgt. Außerdem sind die Ergebnisse Auswahlkriterien für die Zusammenstellung klassenübergreifender Fördergruppen in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch.

 

Des Weiteren fördert die Christine-Koch-Hauptschule Schüler mit besonderen Begabungen z.B. in der Musical AG oder einem Vorlesewettbewerb.

Die Leseförderung im Deutschunterricht findet in Form von z.B. Buchvorstellungen, Lesen einer Ganzschrift und Anfertigung von Lesetagebüchern statt.

Schülerinnen und Schüler mit einer L-R-S Schwäche werden in den Jahrgangsstufen 5/6 in Kleingruppen gezielt gefördert.

 


Anschrift:

Christine Koch Hauptschule Eslohe

Schulstr. 7

59889 Eslohe

Kontakt:

Tel.: 0 29 73 - 97 44 20

Fax: 0 29 73 - 97 44 26

E-Mail: hauptschule(at)eslohe-schulen.de